Donnerstag, 18. Mai 2017

Uwe Britten - Ab in den Knast REZENSION


Uwe Britten - Ab in den Knast
Verlag: Thienemann
Taschenbuch, 179 Seiten
ISBN-13: 978-3-867-60012-5
Preis: 6,95 €
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Zum Inhalt:
Jürgen landet im Knast. Sechzehn Monate, wegen schwerer Körperverletzung. Die Lehrstelle, seine Freundin, das Verhältnis zu seinen Eltern - einfach alles steht auf dem Spiel. Jürgen weiß nicht, ob der durchhält.

Meine Meinung:
Zu dem Buch habe ich gegriffen, weil ich mal ein etwas anderes Jugendbuch lesen wollte, mit einer Geschichte die eben nicht in jedem Jugendbuch zu finden ist. Schullektüre, kommt zwar immer etwas nüchtern rüber und hat diesen ganz eigenen, komischen Beigeschmack, aber trotzdem war ich neugierig auf die Geschichte.

Das Buch kommt realitätsnah rüber, vielleicht im Knast selbst etwas harmloser und nicht ganz so ruppig und rau geschildert, schafft es aber die richtige Atmosphäre einzufangen. 

Das Buch springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart immer wieder hin und her und so erleben wir einerseits das was nach der Tat mit Jürgen passiert und zum anderen wie es zu der Tat selbst kommen konnte. Interessant war es zu lesen, wie Jürgen die ersten Tage und Stunden nach der Verhaftung erlebt hat, die Kalte und einschüchterne Umgebung, die Furcht vor dem was kommt, waren wirklich greifbar. Leider konnte sich das im weiteren Verlauf nicht wiederfinden.

Der Schreibstil an sich ist sehr unspektakulär und teilweise fehlten mir die Emotionen oder die nötige Tiefe von Jürgen selbst sich mit seinem Verhalten auseinander zu setzen und das Ganze reflektieren. Es regt aber auf jeden Fall zum nachdenken an. 

Ich mag Bücher in denen aufgezeigt wird, dass eine falsche Entscheidung, die man trotz allem "das hättest du dir denken können" oder "das sagt einem der logische Menschenverstand" eben nicht einschätzen oder abschätzen konnte. Die Bücher die einem aufzeigen, etwas schlimmes kann so schnell passieren ohne das man wirklich realisiert wie es dazu so plötzlich kommen konnte. 

Das Buch ist wenig mitreißend und obwohl es wie schon geschrieben, Schullektüre ist, fehlt mir manchmal doch so der gewisse Aspekt des Belehrens oder keine Ahnung dieses Verurteilen an sich. Vielleicht man diese Art von Lektüre aber so etwas aus und muss dann in Gesprächsrunden etc. auseinandergenommen werden.

Fazit:
Ist auf jeden Fall lesbar, aber mehr auch nicht.



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