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Sonntag, 13. November 2016

Offenbarung 23 - Wer erschoss Tupac? Hörbuch REZENSION


 
Offenbarung 23 - Wer erschoss Tupac?
Folge 1

Verlag: Highscore Music, Maritim 
Spieldauer: 1:03:07
ISBN: 978-3-8449-0890-9
Sprecherin: u. A. David Nathan, Marie Bierstedt, Detlef Bierstedt
Hier geht es zur Verlagsseite.

Um was geht es:

In Berlin wird Hacker-Legende Tron, alias Boris F., erhängt in einem Park aufgefunden. In Las Vegas töten mehrere Schüsse den berühmten Rapper Tupac Amaru Shakur. Eine geheimnisvolle CD bildet offensichtlich eine Verbindung zwischen den beiden Morden. Oder ist alles bloß ein raffiniertes Täuschungsmanöver?

Was denke ich darüber:

Pünktlich zur Herbst und allgemein der kalten Jahreszeit herum, bekomme ich immer unglaubliche Lust darauf die Offenbarung 23 Reihe wieder anzufangen. Mitten in den Verschwörungstheorien, den Rätsel und Geheimnissen, steckt der Berliner Hacker Georg Brand. Beinahe zufällig schlittert er von einem nervenaufreibenden Abenteuer in das Nächste und das Suchtpotenzial ist wirklich groß.

Doch bevor ich näher auf die Geschichte ihre Figuren eingehe, möchte ich als ersten Punkt mit den Sprechern beginnen. Bei Hörbüchern oder wie in diesem Fall Hörspielen, ist es unglaublich wichtig für mich, dass die Stimme mich errechen kann. Ein guter Sprecher mit einer tollen Betonung die nicht aufgesetzt wird, der sogar witzige Szenen authentisch spielen kann, lässt die Geschichte erst zu einem richtig rundem Erlebnis werden und nur so kommt man wirklich auf einen 1A Hörerlebnis.

Wenn Namen wie David Nathan, Simon Jäger, Detlef Bierstedt, Dietmar Wunder & Co. fallen, weiß man egal um was es in der Geschichte geht, alleine durch ihre Stimmen transportieren sie so viel, dass sogar Genre die einem sonst nicht zusagen, plötzlich fesseln und überzeugen können. 

Das hier in Offenbarung 23 gleich so viele hochkarätige Sprecher zu finden sind, ist eine wahre Goldgrube für jeden Hörbuch/Hörspiel Fan. Die tollen Musikelemente, die wahnsinnige Fülle an Hintergrundgeräuschen sind wie die Kirschen auf dem Sahnehäubchen.

Kommen wir jetzt aber endlich zur ersten Folge. Vom Inhalt beschäftigt sich diese, wie schon oben erwähnt in "Um was es geht", mit zwei Morden. Eine muss ich leider gestehen, wirklich etwas an den Haaren herbeigezogene Verbindung von Tatsachen und Fiktion mit einigen Verschwörungen, gehört zwar nicht zu meinen liebsten Folgen der Serie aber ist trotzdem sehr empfehlenswert.

T-Rex, alias Georg Brand dem Hacker aus Berlin, fällt etwas in die Hände von dem er noch nicht weiß, dass es etwas großes in Rollen bringen wird. Ehe er sich versieht kommt er von 2Pac auf Tron und entdeckt etwas was nicht sein kann. Die Kombination aus den abenteuerlichen Geschichten, der Ideen das alles mit Verschlüsselungen, Geheimnissen, Chiffren und Codes zu bestücken, die T-Rex auf der Spur ist und sehr erfolgreich zu lösen scheint, ist absolut nervenaufreibend und süchtigmachend. Spannung kommt hier wirklich nicht zu kurz aber auch mit tollem Humor und Gefühlen kann hier aufgewartet werden. 

Die Fülle an Figuren gefällt mir auch sehr gut, die einprägsamen Stimmen sorgen dafür, dass man nicht ganz so schnell den Überblick verliert.

Die Geschichte von Tupac wird in der ersten und zweiten Folge erzählt das ist eher ungewöhnlich, da sich jeder der Folgen mit einem anderen Thema beschäftigt, aber alle Folgen, wie bei einer Serie eben, aufeinander aufbauen.

Ende gut?, alles gut...
Nicht meine liebste Folge der Reihe, aber mit Abstand meine liebste Hörspiel-Reihe!

Dienstag, 9. August 2016

Amy Talkington - Liv Forever REZENSION

Amy Talkington - Liv Forever
Verlag: Beltz
Hardcover Ausgabe, 316 Seiten
ISBN-13: 978-3-407-74487-6
Preis: 14,95 €
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Zum Inhalt:
Liv spürt augenblicklich, dass es im Internat »Wickham Hall« nicht mit rechten Dingen zugeht: Wer oder was verbirgt sich in dem alten Gemäuer? Weiß der scheinbar unnahbare Malcolm etwas darüber? Liv verliebt sich in ihn. Unsterblich. Doch dann wird Liv hinterrücks ermordet. Aber sie ist nicht tot, sondern geistert mit den Seelen vieler anderer verstorbener Mädchen durch die Schule. Ist sie verflucht? Wie lässt sich der Bann brechen? Kann Liv zu Malcolm zurückkehren? Bald stößt sie auf das dunkle Geheimnis von »Wickham Hall« ...

Meine Meinung:
Das Buch an sich habe ich schon vor 3-4 Wochen beendet und mir im Anschluss daran gleich ein paar Notizen ins Buch gekritzelt. Obwohl ich noch genau weiß, wie ich mich gefühlt habe, als das Buch endete, habe ich jetzt als ich nachschauen wollte wie viele Seiten es hat und noch einmal den letzten Abschnitt gelesen habe, ein ganz anderes Gefühl was irgendwie viel tiefer geht als das was ich empfunden habe beim Lesen.

Der Schreibstil an sich war okay hat mir aber nicht wirklich zugesagt, weil ich anfangs gefühlsmäßig dadurch irgendwie in einem anderen Jahrhundert gewesen bin und das lag nicht an den ganzen kleinen Rückblenden der verschiedenen Mädchen. Ich war wirklich erstaunt als sich das als Irrtum herausstellte und in der jetzigen Zeit anzusiedeln gewesen war. Ansonsten war der Stil jedoch gut und er ließ sich flüssig lesen. Woran ich aber absolut etwas auszusetzen habe ist die Inhaltsangabe des Verlages, die vermutlich nie etwas von spoilern gehört haben, denn anders kann ich mir einfach nicht vorstellen, wie es sein kann, dass große und wichtige Teile des Buches preisgegeben werden. Dem Leser wird dadurch einfach viel genommen und anstatt sich zu fragen: Was passiert jetzt?! Fragte man sich: Wann passiert Das und Das!

Die Geschichte selbst wird aus Sicht der Hauptfigur Liv erzählt und hin und wieder kommen kleinere Abschnitte vor, in denen ganz bestimmte andere Figuren zu Wort kommen. Liv ist ein kleiner Querdenker, liebt leidenschaftlich die Kunst und auch wenn es eigentlich schön ist, mal eine neue Eigenart an einem Charakter zu finden, konnte ich wenig damit anfangen wenn sie ins "künstlerische abdriftete" aber dafür konnte weder die Autorin noch das Buch etwas und läuft daher auch nicht in meiner Bewertung mit ein. Malcolm der männliche Part in dem Buch, ist für mich nur heraus gestochen durch seine aufrichtigen Liebe zu Liv, die wirklich rührend ist. Sein Mut das richtige Tun zu wollen und auch entgegen dem Strom zu schwimmen, gefielen mir. Die Zwei konnten mich jedoch nicht erreichen und ich habe keine wirkliche Anteilnahme an ihrem Schicksal nehmen können. Leider bleibt dann nur noch Gabe (Kurzform von Gabriel) übrig den man ins Boot holen könnte um, was die Protas betrifft, hier noch etwas zu retten. Seine Gabe Geister sehen und in gewissen Situationen hören zu können fand ich irgendwie spannend aber man erfährt nur oberflächliches von ihm und das ist schade, denn so kommt am Ende niemand bei raus, der mir in Erinnerung bleiben wird.

Dennoch konnte die Geschichte durch ihre Krimielemente und dem Spannungsbogen mich irgendwie dazu bringen es nicht weg legen zu wollen. Zum Ende hin nimmt es auch an Fahrt auf und das große Geheimnis was es mit den Geistern überhaupt auf sich hat, fand ich wirklich gut gelungen. Das Ende kam etwas zu abrupt und kurz und ich fand es ein wenig schade wie es geendet ist!

Obwohl die Altersempfehlung hier bei 14 Jahren liegt und durchaus seine Gründe hat, ein bisschen brutal und gruselig ist es, fand ich es dennoch zu kindlich oder keine Ahnung ich hab nie eine Folge von TKKG gehört aber so stell ich es mir irgendwie vor.

Das beste Zitat aus diesem Buch war für mich als Liv den Vergleich zog von den elite Schülern und den Stipediaten:
Wir waren die Minderheit, die Unterklasse - wir waren das eine Prozent. Was ziemlich ironisch war, denn im Rest der Welt - der echten Welt - waren wir die 99 Prozent. Auch wenn alle wissen, dass das eine Prozent der echten Welt das Sagen hat. Hier in Wickham Hall und überall sonst. (S. 135-136)
Fazit:
Das Buch ist ein tolles Buch für die Zielgruppe und hat die Kritik meinerseits vielleicht nicht ganz verdient.

Montag, 22. Februar 2016

Laura Powell - Witches of London [Rezension]


Laura Powell - Witches of London Vom Teufel geküsst Band 1
Verlag: Random House
Ebook-Ausgabe, Print Ausgabe mit 480 Seiten
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Zum Inhalt:
Glory und Lucas könnten unterschiedlicher nicht sein. Glory kommt aus einer Hexenfamilie und für sie steht fest: Sobald sich ihr Fae, ihre magische Fähigkeit, entwickelt hat, wird sie die Macht der Hexen wiederherstellen. Lucas weiß, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten wird – der Inquisition beitreten, um die Hexen in London zu maßregeln. Doch was dann geschieht, konnte niemand vorhersehen. Lucas entwickelt auf einmal selbst ein Fae und muss seine Loyalität gegenüber der Inquisition unter Beweis stellen. Glory erfährt, dass ihre Tante schon seit Jahren Informantin der Inquisition ist, um gegen einen sehr mächtigen und gefährlichen Hexenzirkel zu bestehen. Glory soll ihr dabei helfen, einen Hexenagenten in den Zirkel einzuschleusen – und der ist niemand geringerer als Lucas …

Meine Meinung:
Schon alleine das wundervolle und geniale Cover bringt mich fast zum weinen, weil ich das Buch bisher nur in der eBook Ausgabe habe.
Wo passt so eine Story besser hin als nach London! Überraschenderweise hat die Autorin aber die Umgebung gar nicht genutzt und ich fand sie hat die Atmosphäre dennoch klasse eingefangen.

Die Charaktere von Glory und Lucas könnten unterschiedlicher gar nicht sein und das nicht nur was ihren Charakter, sondern auch ihre Lebensumstände betrifft. Glory ist das typische Mädchen was auf den Straßen groß wird. Ein bisschen rough, große Klappe, abwertend gegenüber jedem der anders lebt als sie, misstrauisch aber mit der Zeit merkt man, dass sie das Herz am rechten Fleck hat. Lucas hingegen wächst privilegiert auf, weiß wohin ihn sein Weg bringen wird, ohne Zukunftssorgen und ebenso von sich und seinem Lebensstil überzeugt, eben das genaue Gegenteil. Das erstmal Einzige was sie verbindet ist das Fae. 

Sobald man das Buch beginnt wird man mit einer Fülle an Informationen konfrontiert, die man so erstmal gar nicht verpacken kann. Der Einstieg in die Welt der Hexen und der ganzen Inquisitions-Hierarchie, die ganzen Personen, die unnötig und unwichtig sind und im Laufe der Geschichte größtenteils untergehen und nur hin und wieder erwähnt werden um flache Statisten zu bleiben, hat mich wahnsinnig gemacht und haben mich stark in meinem Lesefluss beeinträchtigt. Ständig stolperte ich über eine Person die ich erstmal zuordnen musste.

Hat man sich aber dann eingelesen merkt man schnell das abgesehen von den Personen, die vielen ausführlichen Erklärungen einem helfen ein sehr starkes und eindrucksvolles Bild von der Geschichte zu bekommen und lassen ganze Szenen in Nullkommanichts vor dem inneren Auge entstehen. Was ich ebenso sehr beeindruckend fand war, dass wirken des Faes. Im Nachwort erklärt die Autorin, dass es hier sehr starke afroamerikanische Einflüsse (Hoodoo) gab, was ich echt interessant fand. Die Szenen habe ich immer mit einer gewissen Faszination und ein klein wenig Ekel (beim Thema Spucke) empfunden. Es hat hier aber ein bisschen mehr an Magie gefehlt, mehr hätte hier echt nicht geschadet. Einen Ticken mehr düstere Stimmung wäre auch nicht verkehrt gewesen.

Toll fand ich, dass beide Sichten hier dargestellt wurden und es kein absolutes Gut und Böse gab. Es wurde gezeigt, dass aus Angst viele Fehler begangen werden können, vor allem bei denen, die die Macht in Händen halten (=Inquisition). Was aus Wut durch Unterdrückung (=Hexen)  passiert und das sich so etwas auf die Dauer so weit zuspitzt, dass es ordentlich knallt. 

Zwar ist es teilweise sehr langatmig bis man weiß wen man in welches Lager stecken soll und die ganzen wirren Beziehungen zu entwirren, aber dahinter verbirgt sich eine Welt die durchdacht ist und bei der man merkt, dass der Autorin wichtig war, dass nicht nur oberflächlich alles passt.

Die Geschichte hat tolle Krimi Elemente und sorgt so für Spannung und ein bisschen Nervenkitzel. Ist abwechslungsreich und lässt den Leser auch etwas zappeln. Das hin und herwechseln zwischen Glorys und Lucas Sicht hat einiges an Spannung rein gebracht und auch wenn die Chemie zwischen den Beiden immer besser wird, hat mir doch ein guter Schuss an Liebe und Romantik gefehlt.

Überraschend fand ich auch den Charakter von Troy der mir zum Ende hin gut gefallen hat. Bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil, der im englischen bereits etwas länger schon draußen ist. Hoffe nur er schafft es auch hier her, denn das erste Buch konnte mich trotz einiger Kritik meinerseits überzeugen.

Fazit:
Eine tolle Urban Fantasy Geschichte die noch einiges zu bieten hat und bei der man gespannt sein darf, was da noch kommt.

Sonntag, 7. Juni 2015

Mirjam Pressler - Rosengift [Rezension]







Mirjam Pressler - Rosengift
Verlag: Berlin Verlag Gmbh
Hardcover Ausgabe; 249 Seiten
ISBN-13: ???
Leider kann ich keine direkte Seite des Verlages zum Buch verlinken, aber hier geht´s zum Verlag
Zum Inhalt:
Lisa Bratt, erfolgreiche Kriminalschriftstellerin, ist eine Frau in den besten Jahren.
Perfekt wie eine Kugel wirkt ihr Leben, harmonisch und rund und schön, und nach zwei gescheiterten Ehen scheint sie nun auch noch den perfekten Mann gefunden zu haben.

Die passionierte Rosenzüchterin Nelly, Hauptfigur in Lisa Bratts neuem Roman, hat es nicht so gut getroffen und spielt mit dem Gedanken, den Ehemann zu ermorden, vielleicht mit Gift…
Inmitten der Arbeit an diesem Buch, dessen Plot überraschend widerspenstig gerät, nimmt Lisa Bratt eine junge Fremde bei sich auf, eine Frau, die sie auf der Straße aufgelesen hat. Die perfekte Welt gerät aus den Fugen – und nur eine leise grausame Tat kann sie retten. (Quelle: Buchrücken)

Meine Meinung:
Nachdem ich zu Schulzeiten das Buch Bitterschokolade von der Autorin gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf dieses Buch hier.

Aus der Ich-Perspektive fangen wir mit dem 9, Kapitel an, etwas verwundert über den Einstieg wird einem aber schnell klar, dass hier ein Kapitel aus dem Roman von der Hauptfigur zu lesen ist. Lisa Pratt schreibt in diesem Roman ihr Buch Rosengift, da wird dann auch schnell klar woher der Titel von der eigentlichen Autorin stammt. Immer wieder werden einzelne Kapitel daraus dem Leser unter die Kapitel gemischt und man merkt irgendwann auch die Parallelen zu Lisas realem Leben.
Ich habe sie nachts von der Straße aufgelesen, aus Mitleid, wie ich mir lange einzureden versuchte, so wie man vielleicht einen halb verhungerten, herrenlosen Hund mitnimmt und sich vormacht, man habe es aus Mitleid getan, bis der Hund in die Hand beißt, die ihn streicheln will, und man dann erst merkt, dass man Liebe und Zuneigung gewollt hat, oder wenigstens Dankbarkeit. (S.11)
Der eigentliche Anfang ist gemacht, als Lisa nachts mitten auf der Straße, Augenzeugin wird von einem handgreiflichen Streit zwischen einem Paar. Die junge Frau der Lisa zur Hilfe kommt, Annabella wie sie sich später selbst nennt, wirkt auf mich als Leser sehr verstörend. Emotionslos, platt und plump schafft sie es mit wenigen Worten bei Lisa einzuziehen. Ja und da sitzt sie dann mit der Mitbewohnerin, die sie eigentlich gar nicht will und von der sie sich aber ziemlich bald verabschieden will. Man liest sehr schnell heraus, dass zwischen den Beiden irgendetwas ganz und gar nicht stimmt und es wird immer mal wieder angedeutet das es ein Ende haben wird aber bis dahin, dümpelt die Geschichte so vor sich hin.

Etwas langatmig durchlaufen wir einem Tag nach den Nächsten und lernen Lisa bald so richtig kennen. Egoistisch bis in die Haarspitzen, dabei herrlich offen. Erfrischend fand ich ihre Art von sich und ihrer Einstellung zum Leben zu sprechen. Selbstbewusst nimmt sie sich vom Leben was sie braucht und merkt doch irgendwann, durch ihre Mitbewohnerin, wie einsam sie eigentlich so vor sich hergelebt hat. Dieses langatmige lässt viel Raum um ihren Charakter richtig unter die Lupe zu nehmen. Dennoch bleiben die Charaktere für mich als Leser unnahbar, zu distanziert.

Unangenehme und unverständliche Situationen reihen sich hier aneinander, wie Bsp. das ihre Mitbewohnerin so absolut Null Information von sich preisgibt und obwohl Lisa auch nach Wochen noch genauso viel von ihr weiß wie am Anfang und obwohl sie ihr so abgeneigt gegenüber war, gibt sie ihr Taschengeld, kleidet sie ein und handelt so wider ihren Worten. Wenn es nicht ganz so absurd wäre in manchen Situationen, dann würde ich es als gelungen betrachten, wie Lisa mit ihrem großen Mund und ihrer Lebenseinstellung, dann doch ganz menschlich einfach alles aussitzt.

Das Ganze steuert dann in einem langsamen Strudel immer weiter abwärts und durch das endlose Ziehen dieser Beziehung zwischen den Beiden, verliert es schnell an Spannung und man sehnt sich doch dem Ende entgegen.

Fazit:
Obwohl Lisa ein wirklich interessanter Charakter ist, bleibt es etwas abstrus und einfach an einigen Ecken zu langatmig.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Sebastian Fitzek - Noah [Rezension]



Sebastian Fitzek - Noah
Verlag: Bastei-Lübbe
gebundene Ausgabe, 560 Seiten
ISBN-10: 3-7857-2482-9
Hier geht es zur Verlagsseite.

Zum Inhalt: 
Mit Noah hat Sebastian Fitzek erneut einen Thriller erschaffen, der einen rasant durch die Seiten führt, mit globalen Themen, die einem am Ende des Buches mit dem Gedanken zurück lassen: Wenn das ein anderer Fitzek war, dann war es der beste andere Fitzek den er hätte schreiben können!

Meine Meinung:
Mit einer Schusswunde und ohne Erinnerungen lässt sich Noah zunächst im Strom des obdachlosen Oscars treiben. Der verschrobene Verschwörungstheoretiker kümmert sich um ihn und seine Verletzung und erweckt den Eindruck, dass er mit seinem Gerede über Chemtrails oder einer neuen Weltordnung nicht ungewollt das Leben in abgeschiedenen U-Bahnschächten vorzieht. Doch genauso wie hinter Noahs Schussverletzung viel mehr steckt, verhält es sich auch mit Oscars Ansichten.