Freitag, 2. Dezember 2016

Sebastian Fitzek - Das Paket REZENSION

Sebastian Fitzek - Das Paket
Verlag: Droemer-Knaur
eBook Ausgabe, Printausgabe mit 368 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-44008-7
Preis: 14,99 EUR
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Zum Inhalt:
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...

Meine Meinung:
Mit meiner eBook Ausgabe ist das Cover natürlich nicht wirklich der Rede wert, dennoch habe ich mir natürlich vorher auch die Hardcover Ausgabe angesehen und muss sagen, wieder einmal eine richtig tolle Idee der Gestalter.

Der Autor und vermutlich auch ein tolles brainstormendes Team, denken sich immer einiges aus, um aus der Veröffentlichung immer etwas tolles für den Leser zu machen. Dieses Mal gab es mithilfe von kleinen Videos, die Möglichkeit in die Rolle von einem Hotelgast zu schlüpfen und dem Täter zu entkommen. Fitzek selbst, hat sogar einen kleinen Auftritt gehabt, hat mir sehr gut gefallen.


Erwähnenswert von meiner Seite aus wäre noch, dass ich 2-3 Wochen zuvor Das Joshua Profil von ihm gelesen hatte und somit vielleicht auch einen etwas anderen Vergleich bei meiner Bewertung mit einfließen lassen habe.

Im ersten Kapiel lernen wir Emma kennen und ihre Arbeit als Psychiaterin, wie sie sich mit der Willkür und fatalen Diagnosen ihrer Kollegen auseinander setzt. Sie scheint mit all ihren kleinen Unzulänglichkeiten aber eben auch nur ein Mensch zu sein. Auf einer Fachtagung in Berlin, ihrem Heimatort, hält sie darüber einen Vortrag und nimmt das Angebot an, ganz gegen ihrer Gewohntheit, das Hotel zu nutzen. Wenige Stunden nach dem einchecken, beginnt auch schon ihr Alptraum. Vergewaltigt und geschoren wie ein Schaf, setzt die Geschichte ganze 6 Monate später wieder ein.

Man erlebt Emme eine gebrochene Frau, die nicht mehr sie selbst ist. Die sich nicht traut vor die Tür zu gehen, die Medikamente nimmt, um den Tag zu überstehen oder die Nacht, kein soziales Leben mehr hat und schon gar nicht mehr arbeiten kann. Zu allem Überfluss weiß sie was ihr Problem ist, erkennt die Symptome und kann dennoch nichts dagegen unternehmen. Sie ist wie eine Gefangene in ihren eigenen Ängsten. 

Fesselnd von Anfang bis Ende, lässt Fitzek einen erst vom Haken auf den allerletzten Seiten. Teilweise so mitreißend geschrieben, dass man ein ungutes, beklemmendes Gefühl empfindet und widerwillig aber nicht anders kann, als vollkommen mit Emma mit zu empfinden. Die Verstrickungen und teilweise so deutlichen Hinweise, führen einen immer wieder in die falsche Richtung und man kann kaum einen klaren Gedanken, geschweige denn Durchblick bekommen. 

Wie sollte es auch anders sein, bei einem Psycho-Thriller von Fitzek, ist am Ende wieder alles anders als gedacht.

Genau das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Der entweder daran liegt, wie anfangs schon erwähnt, an den zwei Büchern so kurz hintereinander, oder aber weil es vielleicht so ein Psycho-Thriller Gesetz ist? Keine Ahnung, dafür kenne ich mit nicht gut genug mit dem Genre aus. Jedenfalls stört es mich einfach tatsächlich immer öfter, dass seine Bücher so enden. Beim ersten Buch von ihm (die Therapie) dachte ich noch: Wow, was für ein Knaller. Mittlerweile frage ich mich beim Lesen schon, wer es dieses Mal ist oder welche verqueren Wendungen das Ganze wohl am Ende nimmt.

Fazit:
Es ist unter den Top 3 seiner besten Bücher für mich gelandet.

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